Ein Blick vom Weltall

09.November 2014 - Der ESA-Astronaut Alexander Gerst, der russische Kommandant Maxim Surajew und der NASA-Astronaut Reid Wiseman sind heute sicher zur Erde zurückgekehrt. Ihre Sojus-Kapsel TMA-13M – dieselbe, mit der sie am 28. Mai zur Internationalen Raumstation (ISS) geflogen waren – landete um 04.58 Uhr MEZ in der kasachischen Steppe. In unmittelbarem Anschluss hieran wird Gerst zu dem für die ESA-Astronauten zuständigen Europäischen Astronautenzentrum (EAC) nach Köln geflogen, wo das Ärzte-Team der ESA überwachen wird, wie sich sein Organismus nach fünf Monaten im All wieder an die Schwerkraft der Erde anpassen wird.

Alexander Gerst war am 13. November in einer einstündigen Pressekonferenz im EAC zum ersten Mal wieder der Öffentlichkeit stellen.

Im Laufe seiner vielen Erdumrundungen in 400 km Höhe führte der ESA-Astronaut mehr als 50 Experimente unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit durch. Einen Großteil von ihnen wird die ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti im Rahmen ihrer in knapp zwei Wochen beginnenden Mission „Futura“ fortsetzen können, wobei sie gleichzeitig auch neue Versuche in Angriff nehmen wird.

Zu den Höhepunkten von Gersts Mission „Blue Dot“ gehörten die Inbetrieb­nahme eines Schmelzofens der ESA, mit dem Proben geschmolzenen Metalls frei im Raum schwebend abgekühlt werden können, ein Außenbordeinsatz für Wartungs- und Verbesserungsarbeiten an der Raumstation sowie das Andocken des letzten europäischen ATV, des bisher größten Raumtransporters zur Versorgung des orbitalen Forschungsaußenpostens.


Foto: ESA-S. Corvaja

Über die ESA

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europas Tor zum Weltraum, ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen. Die ESA hat 20 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich. Davon sind 18 auch Mitgliedstaaten der EU.

Im Rahmen von Kooperationsabkommen unterhält die ESA Beziehungen zu acht anderen EU-Mitgliedstaaten. Auch Kanada nimmt im Rahmen eines Kooperationsabkommens an bestimmten ESA-Programmen teil. Darüber hinaus arbeitet die ESA mit der EU zusammen, um die Programme Galileo und Copernicus zu verwirklichen. Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt. Sie startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums.

Quelle: European Space Agency - www.esa.int.

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